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Interview mit Franziska Fritz-Glahn

Interview mit Franziska Fritz-Glahn

Franziska Fritz (26, Spitzname: Fritzi) ist Anschieberin im Zweierbob und Sportsoldatin bei der Bundeswehr-Sportfördergruppe. Am 07.06.2017 durften wir sie bei ihrem Training begleiten und haben so einen exklusiven Einblick in ihre Olympia Vorbereitung bekommen. ...

Franziska Fritz (26, Spitzname: Fritzi) ist Anschieberin im Zweierbob und Sportsoldatin bei der Bundeswehr-Sportfördergruppe. Seit März 2017 wird sie von Yvette Sports mit Trainingsbekleidung ausgestattet.

Am 07.06.2017 durften wir sie bei ihrem Training begleiten und haben so einen exklusiven Einblick in ihre Olympia Vorbereitung bekommen.


 

Yvette: Hi Fritzi, fangen wir doch mal ganz vorne an. Wann und wie bist du zum Bob fahren gekommen?

Fritzi: Früher war ich in der Leichtathletik unterwegs. Mein Schwerpunkt war Diskuswerfen. Leider hatte ich immer wieder Probleme mit dem Knie und musste schlussendlich nach einer Knie Operation mit dem Diskuswerfen aufhören, da das Eindrehen und Stemmen einfach nicht mehr möglich war. Zur selben Zeit war die Bobpilotin Claudia Schramm auf der Suche nach Nachwuchs und kam auf mich zu. Das Schieben hat mir von Anfang an direkt Spaß gemacht. Leider war das mit dem Fahren und vor allem dem Rückwärts wieder hochgezogen werden nicht von Beginn an so (lacht). Die ersten Auf- und Abfahrten musste ich mit Übelkeit kämpfen. Das hat sich aber schnell gelegt und so bin ich seit 2010 im Bobsport sehr glücklich.

Yvette: Da hattest du dann quasi Glück im Unglück.

Fritzi: Ja genau.

 

 

Yvette: Medaillen und Pokale hast du schon Einige, aber was war dein bisher größter sportlicher Erfolg im Bobsport?

Fritzi: Mit meiner Pilotin Miriam Wagner wurden wir 2012 Vizemeisterinnen im Europacup und kurz danach Junioren Weltmeisterinnen. Das waren natürlich große Erfolge für uns. Im Jahr 2014 errung ich dann zusammen mit Sandra Kiriasis den Sieg beim Weltcup in Winterberg. Direkt im Anschluss wurden wir Vize-Europameisterinnen. Der Höhepunkt unserer gemeinsamen Saison war der 5. Platz bei den Olympischen Spielen in Sotschi. Es war eine große Ehre mit ihr fahren zu dürfen. Das persönliche Highlight meiner Karriere war ganz klar der Weltcup Sieg in Winterberg. Das Gefühl danach war einfach überwältigend.

Yvette: Das glaube ich dir. Und gab es bei all den Höhepunkten auch mal Niederlagen?

Fritzi: Ja klar, die gab es leider auch. 2014 musste nach der Saison meine Hüfte operiert werden und 2015 dann auch noch mein Fuß. Diese Phasen unterbrachen natürlich das Training und warfen mich immer wieder aus der Bahn. 2016 habe ich mir dann noch einen Kapsel- und Bänderriss zugezogen. Glücklicherweise konnte ich mich aber von allen OP´s super rehabilitieren und habe jetzt keine Probleme mehr.

 

 

Yvette: Puh, da hat es dich ganz schön erwischt. Aber es ist schön zu sehen, dass du jetzt wieder auf Hochtouren läufst. Was ist aktuell dein nächstes Ziel? Worauf trainierst du gerade hin?

Fritzi: Das große Ziel sind natürlich die Olympischen Spiele 2018 in Südkorea. Aktuell fokussiere ich mich aber erst einmal auf den 2. September. Da findet in Oberhof die Qualifikation für Olympia statt. Dementsprechend trainiere ich täglich um bis dort hin in Bestform zu sein.

Yvette: Wir fiebern alle mit dir mit und sind uns sicher, dass du das auf jeden Fall schaffen wirst. Wie sieht denn dein Trainings- und Ernährungsplan dementsprechend aktuell aus?

Fritzi: Mein Trainingsplan besteht aktuell aus vier Hauptkomponenten: Kraft, Sprung, Laufen und Training am Gerät. Ich habe täglich abwechselnd Krafttraining, Sprungtraining, Lauftraining und zudem noch kombinierte Trainingseinheiten wie z.B. Sprung und Schnelligkeit. Zusätzlich haben wir spezifisches Training direkt am Gerät, also in meinem Fall am Zweierbob. Dafür fahren wir extra nach Altenberg, Riesa oder Oberhof. Da das im Sommer leider nicht geht, trainiere ich stattdessen  Schubtraining bzw. Bob schieben am Ersatzgerät.

Meine Ernährung ist zur Zeit sehr streng geregelt. Ich esse hauptsächlich fettarm und dafür viele Proteine. Zum Frühstück gibt es meistens Quark mit Leinöl und Nüssen. Mittags esse ich Salat oder Gemüse und Abends Fleisch mit verschiedenem Gemüse.

Yvette: Respekt. Dafür braucht man wirklich viel Disziplin und Durchhaltevermögen.

 

 

Fritzi: Das stimmt. Aber zum Glück gibt es den Sonntag. Das ist mein absoluter Lieblingstag - Cheatday!! Da gönne ich mir alles worauf ich die Woche über verzichte. Ein gesunder Ausgleich muss einfach sein und auf Oreo Kekse könnte ich sowieso niemals völlig verzichten (lacht).

Yvette: Sport ist ja nicht nur dein Hobby, sondern auch dein Beruf als Sportsoldatin bei der Bundeswehr. Welche Trainingseinheit ist dein Lieblingsworkout und welche Übung würdest du gerne vernachlässigen wenn es möglich wäre?   

Fritzi: Um ehrlich zu sein ist in jeder meiner Trainingseinheiten immer mindestens eine Übung die ich nicht so gerne mag. Aber das gehört eben auch dazu. Dafür macht mir das restliche Training rundum Spaß. Ich gehe regelmäßig zwischen den Trainingseinheiten zur Regeration und Physiotherapie, das tut unheimlich gut. Am Ende ist das Schönste natürlich das Bob fahren. Dafür trainiere ich hier im Trainingscenter Chemnitz hin.   

Yvette: Wie verbindest du dein intensives, tägliches Training mit Studium, Freizeit, Freunden und Familie? Geht das überhaupt?

Fritzi: Mein Studium musste ich für die Olympia Vorbereitungen leider unterbrechen. Da mache ich erst mal eine Pause. Für die Treffen mit meinen Freunden und meiner Familie nehme ich auch gerne mal weitere Autofahrten in Kauf. Das Gute ist, dass ich auch in den anderen Trainingszentren vom Olympiastützpunkt (OSP) trainieren darf und ich meine Trainingseinheiten dadurch ab und zu in die Nähe meiner Familie verlegen kann. Leider kommt es aber auch vor, dass ich auf Treffen und Partys verzichten muss. Meine Freunde haben zum Glück Verständnis, wenn ich leider manchmal absagen muss. Mein Lebenspartner (und im Übrigen auch bald Ehemann) ist ein echtes Logistikgenie. Er schafft es immer, dass wir genügend Zeit füreinander haben. Und natürlich habe ich auch mal freie Wochenenden. Hinzu kommt noch, dass viele meiner Freunde auch Sportler sind und ich sie dadurch regelmäßig beim Training sehen kann. 

Yvette: Was machst du denn sonst so in deiner wenigen Freizeit?

Fritzi: Hmmm... das ist eine gute Frage. Für richtige Hobby’s habe ich leider keine Zeit. Neben dem Sport muss ich wie jeder normale Mensch auch noch den Haushalt schmeißen und Kochen, Essen und Schlafen.

Yvette: Gehst du zum Beispiel gerne wandern oder snowboarden etc.?

Fritzi: Haha... Nein! Auf weiteres Ausdauertraining kann ich in meiner Freizeit gut verzichten. Ich stehe eher auf Relaxtage und gehe gerne in die Sauna und entspanne mich. Ansonsten nutze ich meine freie Zeit für Freunde und wenn es möglich ist, dann feier ich auch gerne mal so richtig.

 

 

Yvette: Fritzi, verrate uns 3 Schlagworte über dich:

Fritzi: Ehrgeizig, lustig und genau. Wenn ich etwas mache, dann richtig. Der Spaß darf dabei aber nie zu kurz kommen.

Yvette: Perfekt. Alle drei Punkte können wir nach dem Tag mit dir auf jeden Fall bestätigen. Wenn du morgen in den Urlaub fliegen könntest, wo würde die Reise hingehen?

Fritzi: Nach Kanada. Ich würde eine Tour mit dem Auto von Calgary nach Whistler über Vancouver Island machen. Die Landschaft dort ist einfach wunderschön. Da würde ich dann sogar ausnahmsweise auch mal wandern gehen (lacht). Unser nächster Urlaub geht erst mal in die USA. Dort machen wir mit dem Auto eine Rundreise. Danach planen wir dann Kanada.

Yvette: Klingt super. Bitte verrate uns dein absolutes Lieblingsessen? Abgesehen von Oreo Keksen, von denen wir heute ja schon öfter gesprochen haben.  

Fritzi: Das Cordon Bleu von David´s (meinem Verlobten) Oma. Das Beste ist, wenn in der Mitte der Käse heiß rausläuft. Und Erdbeeren, da ist ja zum Glück auch gerade die perfekte Saison dafür.

Yvette: Welche Pläne und Wünsche hast du für die Zukunft? Gibt es da überhaupt welche?

Fritzi: Ja klar gibt es die. Ich möchte auf jeden Fall in Südkorea bei den Olympischen Spielen starten. Darauf arbeite ich schließlich täglich hin. Und danach mal sehen... Meine Hochzeit steht kurz bevor und irgendwann in der Zukunft wünsche ich mir auf ein Haus und Kinder und einen halbwegs normalen Alltag. Eigentlich der ganz klassische Zukunftswunsch.

Yvette: Schön. Du bist auf jeden Fall auf dem besten Weg deine Wünsche zu erreichen. Wir wünschen dir zudem noch, dass du gesund bleibst und feuern dich weiterhin an. Wir kommen leider schon zu der letzten Frage: Warum hast du dich für Yvette Sports als Sponsor entschieden?

Fritzi: Als die Anfrage kam habe ich mich zunächst riesig gefreut. Ich war dann bei euch und die Sachen haben mir auf Anhieb super gut gefallen. Für mein Training sind die Tops und Hosen einfach perfekt. Vor allem aber haben mich die Sport-BH´s überzeugt. So Gute hatte ich vorher noch nie. Sie passen mir wie angegossen und unterstützen mich optimal. Und dann sehen sie auch noch cool aus. Außerdem hat die Chemie zwischen mir und dem Team von Yvette von Anfang an gestimmt und ich habe mich rundum wohl gefühlt.

Yvette: Liebe Fritzi, vielen Dank für den tollen Tag. Es war uns eine Ehre dich bei deinem Training begleiten zu dürfen und so viel über dich zu erfahren. Wir drücken dir alle die Daumen für deine Qualifikation und wünschen dir ein berauschendes Hochzeitsfest.

 

Chemnitz, 07.06.2017

Fotos von Christine Blei Photography

 

        

 

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